Seit vielen Jahren begleite ich Menschen  in Übergängen und Grenzsituationen.

Mich selbst immer wieder in meinem Denken,  Handeln und Fühlen zu hinterfragen und das damit verbundene Durchdringen und Erkennnen meines wahren Wesens  – das hat mich das Leben und unser Sein als Menschen in den Zusammenhängen tiefer begreifen lassen. Dieser Weg lässt mich mehr und mehr wacher, authentischer und liebender sein. Ein Weg der immer weitergeht. Dafür bin ich dankbar.

Ich gehöre keiner Religion an. Ich fühle mich in Kontakt mit einer liebevollen Essenz, die alles durchdringt und schöpferisch wirkt. Sie ist unser aller Wesenskern und unzerstörbar.

Ob ich vor dem Tod Angst habe? Aus meiner jetzigen Lebenssituation heraus ist da keine Angst, denn ich erlebe den Tod nicht als Ende unseres Seins. Ob dann  – wenn ich selbst eines Tages in dieser Situation bin –  Angst aufkommt, das wird sich zeigen. Angst entsteht durch den Glauben unseres Egos an Getrennt-Sein. Das ist mir bewusst.

Abschiednehmen ist ein Weg, der in kleinen Schritten gegangen, uns Verständnis für das bringen kann, was in dieser Zeit geschieht. Wir gehen den Weg des Abschieds von jedem für uns wichtigen Menschen nur ein einziges mal.  Deshalb ist es so wichtig, dass er sich gut anfühlt und wir am Ende sagen können: „Ja, so war es –  mit all Schmerz, mit all den Wellenbewegungen in mir – ein guter Weg“.

Ihre Bedürfnisse, Vorstellungen und Wünsche stehen deshalb im Mittelpunkt meiner Begleitung.

Ich unterstütze Sie darin, sich alle Zeit für die wichtigen Fragen und Entscheidungen zu nehmen.  Nichts auf diesem Weg muss schnell entschieden werden. Gerade wenn wir so verletztlich sind,  brauchen wir Ruhe, um nachspüren zu können, was uns wirklich wichtig ist.

Ich halte mit Ihnen aus, was vielleicht keine Worte hat und ermögliche Ihnen, diese Zeit mit für Sie Wesentlichem zu füllen. So können Sie getragen sein von dem, was Sie brauchen, auch über die Zeit der Bestattung hinaus.

Es gibt viele  Klischees, wie eine Bestattung zu gestalten ist. Nichts jedoch muss und vieles kann und darf Ausdruck finden. Als bewusste Menschen dürfen wir unseren Bedürfnissen auch neue Wege und Formen geben. Deshalb ist es mir wichtig, dass Sie all ihren Vorstellungen mir gegenüber Raum geben und wir gemeinsam besprechen, was Ausdruck finden möchte. Vieles kann ich für Sie möglich machen an Neuem, ganz Persönlichem und an Alternativen zu dem Üblichen.

Die Zeit zwischen Tod und der Beisetzung ist eine besondere, ja herausgehobene Zeit und kann als Geschenk erlebt werden. In ihr können wir erfahren, das wir als Menschen zweierlei Welten angehören – dieser, unserer Materiellen –  und der Spirituellen zugleich. Diese Zeit des Übergangs ermöglicht uns wahrzunehmen, dass unser Kontakt mit den Verstorbenen weit über das Körperliche und über Raum und Zeit hinausgeht, und dass die Liebe das Bindeglied zwischen allem ist, über den Tod hinaus.

Eine Abschiedsfeier am Ende dieses Weges gestaltet sich oft aus dem Glauben heraus, eine für andere perfekt gestaltete Feier zelebrieren zu müssen. Doch gerade das „wie wir etwas tun“ ist wesentlich für unsere spätere Erinnerung  und ein heilsamer Schritt auf dem Weg des Abschieds und der Integration von Trauer und Schmerz.